Hunderte Mio.Events pro Tag — die Größenordnung, in der ich Pipelines verantworte
~€1 Mio.jährliches Entwicklungsbudget in meiner Roadmap-Verantwortung
7Releases aus meiner aktuellen Rolle — alle auf dieser Seite verlinkt
Über mich
Ich verantworte die Roadmap eines Engineering-Teams bei Awin, einem Affiliate-Netzwerk, über das große Handels- und Modemarken ihre Partnerprogramme laufen lassen. Die Rolle ist kundennah — vom Quarterly Business Review mit einigen der größten Marken der Plattform bis zum RFP-Pitch um neue.
Vor Awin war ich zwei Jahre selbstständig in Spanien: eigene Content-Portale, aufgebaut und profitabel betrieben über Affiliate-Provisionen und Werbung — die Publisher-Seite genau des Geschäfts, dessen Plattform-Seite ich heute verantworte. Daneben habe ich eine Handvoll Kunden beratend in der Produktentwicklung begleitet. Davor war ich Head of Additional Digital Brands bei AIDA Cruises, und davor habe ich einen Marktplatz mitgegründet, der 2019 übernommen wurde.
Angefangen habe ich mit PHP, und das merkt man bis heute — wenn eine Frage zur Business-Logik aufkommt, öffne ich das Repository, statt sie weiterzureichen. Auch deshalb schreibe ich Discovery-Dokumente so, dass ein Team direkt damit bauen kann.
Seit 2020 arbeite ich vollständig remote, auf spanischen und deutschen Verträgen und in Teams über mehrere Länder verteilt. Am meisten reizen mich Produkte, bei denen das Messen selbst die schwierige Aufgabe ist — Attribution, Tracking, Datenqualität: Bereiche, in denen eine falsche Zahl teurer ist als ein fehlendes Feature.
Woran ich gerade arbeite
Eine Event-Pipeline auf AWS, die an Spitzentagen wie dem Cyber Weekend hunderte Millionen Events pro Tag trägt.
Awins AI-Visibility-Lösung — sie erfasst, welches Volumen Publisher über KI-Assistenten erzeugen, und macht es dort sichtbar, wo Advertiser entscheiden.
Drei Entscheidungen
Drei Situationen aus den letzten Jahren, in denen die Richtung nicht offensichtlich war. Wählen Sie, was Sie getan hätten — es gibt keinen Trick, alle drei Optionen sind vertretbar. Entschieden haben wir im Team; hier steht, wofür ich argumentiert habe und was daraus geworden ist.
Entscheidung 1 von 3
Was Last Click nicht abbilden kann
Im Affiliate-Marketing ist Last Click der Standard: Wer den letzten Klick vor dem Kauf liefert, bekommt die Provision. Das ist einfach, vorhersagbar und für alle Beteiligten nachvollziehbar. Nur bildet es Kampagnen nicht ab, in denen die Kaufentscheidung deutlich früher fällt — bei Content, Tests und Empfehlungen. Advertiser wünschten sich hier mehr Spielraum, ohne dass ihr Programm für Partner unübersichtlich wird.
Was wir getan haben
Wir haben den Attribution Manager gebaut — als Fähigkeit, die ein Advertiser pro Programm dazuschalten kann: eigene Regeln, frühere Touchpoints, definierte Zeitfenster. Die Mechanik war dabei nicht das Schwierige, sondern die Verständlichkeit: Ein Attributionsmodell nützt nur, wenn alle Beteiligten es nachvollziehen können. Deshalb ist es pro Programm ausgewiesen — jeder Beteiligte sieht, welches Modell gilt. Option A belässt es bei der Voreinstellung — für viele Programme passt die gut, für Content-getriebene nicht. Option C macht die Alternativen sichtbar, ohne dass sich danach etwas einstellen ließe; sie kam später als sinnvolle Ergänzung dazu.
Ergebnis Advertiser können Publisher gewichten, deren Beitrag früher in der Journey liegt — Content, Tests, Empfehlungen — statt allein den letzten Klick vor dem Kauf. Zugleich einer der Bausteine für die Migration des US-Netzwerks.
Social-Apps öffnen Links in ihrem eigenen In-App-Browser. Cookies leben dort in einer Sandbox: Im Standardbrowser des Geräts existieren sie nicht, und besonders langlebig sind sie auch nicht. Wer später kauft — abends, im gewohnten Browser —, kommt ohne den Kontext seines Klicks an. Das ist eine Mechanik der ganzen Branche. Die Frage war, wie man sie löst, ohne tausenden Partnern Arbeit zu machen.
Was wir getan haben
Wir haben die Breakout-Seite gebaut und als Netzwerk-Upgrade ausgerollt: Der Besucher wechselt in den Standardbrowser, bevor die Journey beginnt — dorthin, wo Cookies zu Hause sind und bestehen bleiben. Kein Publisher musste einen Link anfassen, kein Advertiser etwas integrieren. Option A verschiebt die Arbeit zu tausenden Partnern und erreicht den Long Tail nie; Option B modelliert die Lücke, statt sie zu schließen.
Ergebnis Vom Hackathon-Prototyp zum globalen Rollout, live für Social- und Reward-Plattformen — eine höhere Conversion Rate für Publisher, ohne eine einzige Änderung auf Partnerseite.
Awins Tracking ist standardisiert — die Einrichtung beim Advertiser ist trotzdem ein eigenes Vorhaben: Das Integration-Team begleitet, auf Kundenseite müssen Entwickler Zeit dafür finden. Für Enterprise-Setups ist dieser Weg genau richtig und bleibt es auch. Aber ein großer Teil der Advertiser läuft auf Standard-Shop-Plattformen, und dort stand der Aufwand in keinem Verhältnis.
Was wir getan haben
Wir haben die Plattform-Abdeckung ausgebaut: Plug-and-play-Plugins für gängige Shop-Systeme, Salesforce Commerce Cloud darunter. Für die Mehrheit wird die Integration damit zur Installation — während die Custom-Integration der richtige Weg für Enterprise-Setups mit eigenen Anforderungen bleibt. Option A setzt nicht am eigentlichen Engpass an, der Zeit auf Kundenseite; Option C hilft vor allem denen, die ihren Shop selbst gebaut haben.
Ergebnis Advertiser auf Standard-Plattformen gehen ohne Integrationsprojekt live — und die Plugin-Abdeckung ist selbst ein Verkaufsargument: Viele wählen gezielt ein Netzwerk, das ihre Plattform plug-and-play unterstützt.
Wo ein Feature öffentlich angekündigt wurde, ist die Quelle verlinkt. Ergebniszahlen bespreche ich lieber im Gespräch, als sie hier zu veröffentlichen.
Business Caseund Priorisierung für ein teamübergreifendes Programm von Backend-Optimierungen — keine neue Oberfläche, reine Conversion- und Attributionsmechanik. Den Ergebnisbeitrag bespreche ich gern im Gespräch.
Breakout-Seitedie Besucher vor dem Start der Journey aus dem In-App-Browser einer Social-App in ihren echten Browser führt. Sonst bleibt das Tracking-Cookie in dieser Sandbox, in die der spätere Kauf nie zurückkehrt — die Käufe finden statt, sie werden nur nicht gezählt. Awin Spring Release 2025
Deferred ClickMessung, die dafür sorgt, dass Provisionen zuordenbar bleiben, wenn ein Browser die Click-Parameter entfernt — Auslöser war Safaris Link Tracking Prevention. Gemessen wird auf der Landingpage des Advertisers, als zweiter Pfad, nicht als Ersatz. Awin Spring Release 2024
Card-Linked OffersPrivacy-Browser und Consent-Banner machen klassisches Tracking lückenhaft — die Bank sieht jede Transaktion. Die Proof-of-Purchase-API macht daraus eine skalierbare Grundlage für CLO-Kampagnen auf Awin: volle Conversion-Abdeckung statt der Umwege, die vorher nicht skalierten. Awin-API-Dokumentation
Attributionskontrollefür Advertiser jenseits des starren Last-Click-Modells — eigene Regeln, frühere Touchpoints und definierte Zeitfenster, damit Budget dem Beitrag folgt statt der Position. Zugleich einer der Bausteine für die Migration des US-Netzwerks. Awin Autumn Release 2024
KI in ProduktionLLM-gestützte Extraktion in einer Datenpipeline — mit Evaluationskriterien, Konfidenzschwellen und definiertem Fallback. Der Aufwand steckt nicht im Modell, sondern in der Frage, ab wann man einem Ergebnis trauen darf und was passiert, wenn man es nicht kann.
US-Migrationeiner US-Plattform auf die globale Plattform — ein großes Projekt mit mehreren Workstreams. Meiner: sicherstellen, dass Kunden zentrale Attributions- und Provisionsfunktionen nahtlos weiternutzen können.
E-Commerce-Pluginsfür gängige Shop-Plattformen eingeführt, darunter Salesforce Commerce Cloud. Sie machen das technische Onboarding zur Installation — und sie verkaufen, denn viele Advertiser wählen gezielt ein Netzwerk, das ihre Plattform plug-and-play unterstützt. Awin Summer Release 2024
Transparenz-APIlegt offen, welche Tracking-Methoden ein Advertiser in den letzten 15 Tagen tatsächlich eingesetzt hat — Publisher beurteilen einen Partner damit nach Tracking-Qualität, bevor sie ihn bewerben. Awin Winter Release 2026
Datenzugangdie Daten der Pipeline über das Team hinaus nutzbar gemacht: Schemata dokumentiert, Übergabepunkte bereitgestellt und — gemeinsam mit Data Engineering, die den Zugriffs-Layer verantworten — dafür gesorgt, dass die Zahlen dort ankommen, wo Engineering, Commercial und Product damit arbeiten.
ExitKreuzfahrt-Marktplatz mitgegründet und als Geschäftsführer bis zur Profitabilität geführt; 2019 von einem führenden Touristikkonzern übernommen. Aus derselben Zeit stammt Cruzero, unsere Metasuche-App für Kreuzfahrten. fvw über unsere Kreuzfahrt-Metasuche, 2015
Rückruf-Kanalim Kreuzfahrt-Direktvertrieb: ein Formular ersetzt durch einen Rückruf, per API an das Workforce-System des Callcenters angebunden. Eine Kreuzfahrt ist eine erklärungsbedürftige Anschaffung — das Gespräch schlägt das Formular.
Wie ich arbeite
Erst das Problem. Wenn ich das Problem nicht in einem Absatz formulieren und sagen kann, wer es hat, bin ich nicht bereit, Engineers um irgendetwas zu bitten.
Erfolg wird vorher definiert. Eine Metrik, ein Frühindikator und die Bedingung, unter der wir aufhören. Hinterher zu entscheiden, was als Erfolg zählt, ist der Weg, auf dem Teams sich Dinge schönreden, die nichts bewegt haben.
KI ist Hebel, keine Demo. Ich nutze sie täglich für Recherche, Analyse und Prototyping — und ich habe sie ausgeliefert, inklusive der unspektakulären Teile: Evaluationskriterien, Schwellenwerte und was passiert, wenn das Modell falsch liegt.
Ich schreibe, um zu denken. Eine Entscheidung, die auf einer Seite steht, schlägt ein Meeting. Ich lege das Denken früh offen, damit man widersprechen kann, bevor Engineering-Zeit hineingeht.
Stationen
2022 – heuteAwin Senior Product Manager
2020 – 2022Selbstständig, Spanien eigene Affiliate-Content-Portale; daneben beratende Produktmandate
2019 – 2020AIDA Cruises Head of Additional Digital Brands, Direktvertriebsportale
Ich betreibe bis heute Tech Junkies, das letzte der Content-Portale aus meiner Selbstständigkeit. Eine Audience aus dem Nichts aufzubauen zeigt mir, wie schwer Distribution ist und wie wenig ein Feature wert ist, wenn es niemand findet.
Kontakt
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E-Mail geht genauso: patrick@woessner.me. Das Formular spart Ihnen nur den Wechsel ins Mailprogramm. Ich antworte in der Regel innerhalb eines Tages.
Ich bin nicht auf LinkedIn — diese Seite ist mein Profil.
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Kurz ausfüllen, und ich schicke Ihnen den Lebenslauf als PDF, in der Regel noch am selben Tag. Ich weiß lieber, wer ihn liest, als ihn als offenen Link kursieren zu lassen.